Mit entsprechender Digitalisierung könnte man das Projekt „BER“ Flughafen Berlin effizient und erfolgreich abschließen.

Der Flughafen Berlin-Brandenburg hätte bereits im Oktober 2011 eröffnet werden sollen. Seither sind Terminverzögerungen und gewaltige Kostenüberschreitungen der Großbaustelle an der Tagesordnung. Im Zeitalter der Digitalisierung wäre das nicht notwendig. Es gibt bereits erprobte Lösungen, die beweisen, dass man das Projekt BER effizient und erfolgreich abschließen könnte.

Die Ursachen für die Schwierigkeiten sind vielfach, beginnen aber – wie auf jeder Baustelle – mit mangelnder Transparenz der Bauherrnverantwortung und fehlender Führungsqualitäten der Projektleitung.

So wurde die Konsequenz des zusätzlichen Bauverfahrens im Jahr 2006 völlig unterschätzt und hatte nicht nur den Baustopp zur Folge, sondern auch geänderte Rahmenbedingungen, wie zB. die neuen Sicherheitsanforderungen. Sachverhalte und Fehlentwicklungen, wie Strukturfehler in der Projektabwicklung bis hin zu Flächenausweitungen, wurden nicht aufgegriffen, sondern vor sich hergeschoben oder gar zugedeckt. Eines der Ergebnisse war, dass im Jahr 2012 der gesamte Frachtbereich noch immer keine funktionierende IT-Anbindung hatte.

Dass IT-Anbindungen im Zeitalter der Digitalisierung essentiell sind, versteht sich von selbst. Insbesondere, wenn die Digitalisierung die Lösung eines Problems ist.

Neben einem professionellen Austausch der Bauherrenverantwortung und Besetzung der Projektleitung durch Führungspersönlichkeiten ist eine objektive und transparente Baudokumentation, die überall abrufbar ist, wesentlich, um alle Sachverhalte entsprechend rasch darstellen zu können. Es müssen nicht nur Mängel aufgenommen und dokumentiert werden, sondern die gesamte Bauverfolgung oder die Dokumentation der Sicherheitsbereiche und vieles mehr. Der wichtigste Faktor dabei ist eine durchgängige, lückenlose und nicht manipulierbare Dokumentation sämtlicher Prozesse, die für alle Projektbeteiligten zugänglich sind.

Den Beweis, dass diese Methode funktioniert, lieferte der Flughafen Wien mit dem „Skylink“ vor vielen Jahren. Die Dokumentation durch die Software docu tools war der Schlüssel, der es den handelnden Bauherrenverantwortlichen ermöglichte, genau ein Jahr nach dem Baustopp den Weiterbau unter geordneten Verhältnissen sicherzustellen. Diese Software ist ein Projektmanagement-Tool, das ein Bauwerk von der Planung über den Spatenstich, die Errichtung und den Betrieb begleitet. Die Verfügbarkeit der Daten stellt für jeden Eigentümer und Verwalter einer Immobilie einen immensen Mehrwert dar und kann sogar für eine allfällige gerichtliche Auseinandersetzung alle Beweismittel „gerichtsfähig“ zur Verfügung stellen.

Das Projekt Flughafen Berlin-Brandeburg leidet unter den gleichen Symptomen wie seinerzeit der Wiener Skylink – immense Flächenausweitungen, gravierende Kostensteigerungen, Fehlentwicklungen von Sicherheitskonzepten, mehrfache Terminverschiebungen, etc.

In Wien wurde nach dem Baustopp mit der Software docu tools laufend und genauestens dokumentiert. Das brachte schlussendlich einen großen Erfolg für den Bauherrn und die Justiz, denn es war die größte jemals in Österreich beauftrage gerichtliche Beweissicherung.

Matthias Rant: „In Wien haben wir damals erstmals die Software eingesetzt. Durch die penible Baudokumentation waren nicht nur die Sachverhalte klar, sondern auch die daraus resultierenden rechtlichen Konsequenzen konnten klar bereinigt werden. Wir erwarten mit Spannung den Ausgang des Projekts Flughafen BER!“