Eine gut ausgewählte Baudokumentation vermeidet Gerichtsprozesse und gerichtliche Auseinandersetzungen. Der Verfasser  dieses Beitrags war als Sachverständiger an einem großen Gerichtsverfahren beteiligt, bei dem durch falsch eingesetzte oder nicht vorhandene bzw. unzutreffende Baudokumentation große vertragliche Divergenzen bei den Abrechnungsmodalitäten entstanden sind. Ein Risiko, welches von Seites des Bauherrn und seiner Vertreter wie auch von Seiten der Projektsteuerung und Örtlichen Bauaufsicht – aber auch von den ausführenden Unternehmungen – zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Die Konsequenzen sind nicht nur hohe Unsicherheitsfaktoren, sondern auch teure Auseinandersetzungen – Auseinandersetzungen, die oftmals Jahre dauern und vor Gericht enden.

Prozessvermeidung

Hätte man sofort kontinuierlich während der Bauzeit wie auch vor Baubeginn eine adäquate Baudokumentation begleitend eingesetzt – z.B. mit docu tools, hätten die Beteiligten bei diesem doch immerhin sehr großen Projekt nicht nur hunderte Stunden gespart, sondern auch einen Prozess über hunderttausend Euro vermeiden können. Weil wir zum Dokumentieren leider immer zu wenig Zeit haben, dokumentieren wir oftmals zu wenig oder unvollständig – mit docu tools können Sie fast spielend mit Freuden und wenig Zeitaufwand während Ihrer Arbeit dokumentieren und haben Monate oder Jahre später alle Beweise griffbereit.Dokumentation muss nicht nur aussagekräftig sein, sondern muss auch strategisch richtig ausgewählt sein – entscheidend ist jedoch auch, dass Baudokumentation urkundsecht ist, um nicht in Schlussverhandlungsverfahren als objektiv richtig herangezogen werden zu können, sondern um auch in einem Bauprozess bestehen zu können.

Bauwerksbuch

Im Oktober 2014 wurde im Rahmen einer Bauordnungsnovelle der Stadt Wien für zahlreiche Bauwerke zwingend ein Bauwerksbuch gesetzlich vorgeschrieben. Die Behörde geht damit vollkommen neue Wege und verlagert verstärkt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Instandhaltung die gesetzmäßige Ausführung von Bauwerken dem Eigentümer. Der Eigentümer gibt diese Verantwortung an die Hausverwaltungen weiter, die wiederum übertragen sie an weitere fachkundige Personen.

Sowohl ARS (Akademie für Recht, Steuern und Wirtschaft) wie auch der Hauptverband der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Österreichs haben über die Thematik Bauwerksbuch Schulungsveranstaltungen durchgeführt, bei denen ich als Vortragender zu dieser Thematik einfache, aber fachlich qualifizierte Lösungen für ein kompetentes Bauwerksbuch vorgetragen habe. Diese Bauwerksbuch-Lösungen basierten auf der Software docu tools, die insbesondere für die Thematik Bauwerksbuch, von der „normalen“ Baudokumentation ausgehend, um das Thema Bauwerksbuch ergänzt wurde. docu tools ermöglicht es sowohl den Hausverwaltungen wie auch den Sachverständigen, in einfacher, aber zeitsparender Form Dokumentationen der zu überprüfenden Bauteile und deren Zustände urkundsecht herzustellen. Im Schadensfall sind derartige Dokumentationen nämlich unverzüglich in elektronischer Form der Baubehörde vorzulegen. Es ist daher von der Warte des Sachverständigen – aber aus dem Gesichtswinkel der Verantwortlichkeit auch von der Hausverwaltung – wichtig, alle verantwortungsrelevanten Sachverhalte und Geschehnisse betreffend eines gefährdenden Mangels urkundsecht und schlüssig vorlegen zu können. Jedoch nicht nur gegenüber der Behörde, sondern tunlichst auch bei einem nachfolgenden Strafverfahren, um die eigene Unschuld schlüssig beweisen zu können.

Ideal für Sachverständige

docu tools ist eine geeignete Software, diese Bedingungen zu erfüllen, dabei nur einen geringen Zeitaufwand zu haben und bei einer qualitativ guten Arbeit vollständig, lückenlos und urkundsecht dokumentiert zu sein. Die Entwicklung der Strafprozesse bzw. deren Urteile werden die Gefahr dieser Materie, die Haftungen und die Verantwortlichkeiten in den nächsten Jahren erst richtig verdeutlichen. Frühzeitige Obsorge und Wahrnehmung der Verantwortung ist geboten.

DI Dr. Matthias Rant